TAG 4:
Wenn man sich schon in der Stadt mit dem nördlichsten U-Bahnsystem befindet, bietet es sich auch an, der weltweit am nördlichsten gelegenen U-Bahnstation einen Besuch abzustatten.
Da mich an diesem Morgen ein Sturm schon sehr frühzeitig geweckt hatte – immerhin ohne Regen, denn das Blechrohr klapperte nicht – war die Fahrt dorthin auch eine gute Gelegenheit, weder nass (falls es bis dahin doch geregnet hätte), noch vom Winde verweht zu werden.
Dort wars dann aber nicht so spektakulär, so dass ich nach einem kurzen Ausstieg und einem Foto mit der gleichen Bahn wieder zurück fuhr.
Danach war endlich mal eine Tour zu den Stadien an der Reihe.
Hätte ich mich am Sonntag bei der Anreise an mein Hotel nicht so verfranzt, hätte ich mir vielleicht das Spiel der HJK Damen gegen KuPs angesehen. Durch meine Odyssee wurde es leider zu spät.
An der Bolt-Arena angekommen, sah ich 2 TV Ü-Wagen davor stehen und witterte eine Chance, dadurch einen Blick ins Innere zu erhaschen. Aber das war gar nicht nötig, denn das Stadion ist sehr luftig umzäunt, so dass ich auch alleine eine Stelle fand, von wo aus ich hinein schauen konnte.
Da innen auch trainiert wurde, wurde ich neugierig und war einen Blick auf die HP: tatsächlich, für morgen stand ein European Conference League Spiel gegen PAOK auf dem Plan. Das würde ich mir mal noch überlegen müssen…
Leider begann es dann so langsam wieder zu regnen und ihr war froh, dass sich in direkter Nachbarschaft das Olympiastadion mit Museum und Tower befindet. Einigermaßen trocken kam ich im Museum an und da gerade ein Teil des Museums umgerüstet wird, musste ich für das Kombiticket (Museum und Tower) nur 13 €, statt 18 € bezahlen.
Das Museum zeigte einige Utensilien von erfolgreichen finnischen Sportlern aus der „schwarz-weiß-Zeit“ bis hin zu eSports.
Anschließend ging ich die die paar Meter bis zum Visitor Center, wo mich der Lift in die 11. Etage auf die Aussichtsplattform des Towers brachte. Ganz schön hoch das ganze und ich hielt mein Handy doppelt und dreifach fest, als ich die beiden Stadien und die Gegend von hier oben fotografierte.
Nachdem ich alles gesehen hatte und wieder runter ins Vistor Center fuhr, blieb ich dort noch eine Weile im Foyer sitzen, weil ich keine große Lust hatte, raus in den Regen zu gehen.
Außerdem gab es dort freies WLAN und eine Toilette, so dass es eine angenehme Pause war.
Ich fand heraus, dass ich mich zudem in der Nähe des Tram-Museums befand und da dessen Eintritt auch frei war, spazierte ich dort hin.
Es gab allerdings außer 6 alten Waggons nicht viel zu sehen.
Da ich wusste, dass sich das Sibelius-Denkmal hier ebenfalls in der Nähe befindet, war das meine nächste Station.
Vor gar nicht allzu langer Zeit muss auch ein weiterer FCK-Fan dort gewesen sein, denn an einer Straßenlampe klebte ein Betze Aufkleber, der noch gar nicht viel dem Wetter ausgesetzt schien.
![[Bild: schild.gif?w=38]](https://wakofu.files.wordpress.com/2023/09/schild.gif?w=38)
Als auch dieser Punkt abgehakt war, zückte ich die ResQ App um zu schauen, ob es in der näheren Umgebung evtl. ein interessantes Angebot gibt. Ich fand zwar etwas in der erweiterten Umgebung, da ich allerdings am Einkaufszentrum „Kampii“ aussteigen musste, entschied ich mich erstmal anders, denn als ich vorgestern dort war, eröffnete gerade ein Donut-Laden, bei dem es als Eröffnungsangebot 50% auf die Donuts gab. Da dies auch heute noch der Fall war, stellte ich mich in die Schlange und gönnte mir einen furchtbar süßen Hazelnut-Caramel-Donut. Jo, kann man machen, war mit einem aber auch gut.
Da sich hier auch ein Lidl befand, wollte ich grad mein Leergut abgeben und mir für abends im Hotel sowohl eine Cola, als auch ein Wasser, als auch ein alkoholfreies Bier mitnehmen.
Als ich mein Zeug über den Selfscanner gezogen habe, kam dann eine Vk auf mich zu und textete mich voll. Ich teilte ihr mit, dass ich nix verstehe, weil ich englisch spreche, worauf sie mir dann mitteilte, dass man an der Selfkasse keinen Alkohol kaufen darf. Auf meinen Einwand, dass es doch alkoholfrei sei (es stand sogar 0,0 auf der Dose), meinte sie, das auch nicht. Cola und Wasser könne ich kaufen, mit dem Bier müsse ich an die normale Kasse. Da ich keine Lust hatte, mich 2x anzustellen, gab ich ihr die Bierdose zurück und bezahlte den Rest.
Da ich dieses Mal noch während den Öffnungszeiten hier war, stattete ich der Holzkapelle gerade noch einen Besuch ab. Das ging aber ratzfatz, denn innen sieht sie so aus, wie man es sich von außen vorstellt. Ganz kahl und nur Holz.
Inzwischen hatte es wieder angefangen zu regnen, und da meine Jacke inzwischen innen (vom schwitzen) und außen (vom Regen) nass war, legte ich als nächstes erstmal wieder eine Pause im Hotel ein.
Dort angekommen, blendete mich die Sonne durchs Fenster; es war heute ein richtiges Aprilwetter.
Eine Stunde später – Mensch und Material waren wieder trocken – machte ich mich nochmal auf den Weg, um die Vorabendsonne noch bei einem Standrundgang zu genießen.
Dabei buchte ich mir auch über ResQ wieder ein Abendessen: für 3,25 € (Originalpreis weiß ich nicht) gab es heute ein mit Tomaten-Mozzarella belegtes Croissant.
Nachdem ich noch einige Meter absolviert hatte, ging es zum endgültigen Feierabend wieder zum Hotel zurück.
TAG 5:
Ich hatte mich dann doch entschieden, zum Fußballspiel zu gehen.
Da der Onlineshop nur auf finnisch war und ich zudem keine Lust hatte, mir dort ein Konto anzulegen, fuhr ich an diesem Morgen als erstes zum Stadion und kaufte mein Ticket dort (35 €).
Und dann stand ich vor einem Problem: eigentlich wollte ich heute als letzte Möglichkeit das schöne Wetter ausnutzen und zur Festung fahren. Allerdings ist diese nur per Fähre zu erreichen, was mich alleine schon vor ein Problem stellte, dann kam hinzu, dass es heute morgen arg windig war. Zwar nicht kalt, aber sämtliche Flaggen und Bäume waren gut in Bewegung.
Ich beobachte das Wasser und die Schiffe eine Zeit lang und entschied mich dann, es zu riskieren. Jetzt oder nie.
Also einen Reisekaugummi nachm anderen eingeworfen und los gings.
Es war dann auch nicht so schlimm wie befürchtet und nach ca. 15 Minuten standen auch die ersten Passagiere schon wieder auf, weil wir die Festungsinsel erreicht hatten.
Dort kann man sich zwar bestimmt den ganzen Tag aufhalten, ich war allerdings nach anderthalb Stunden fix und fertig (nassgeschwitzt, aber aufgrund des Windes musste ich die Jacke zumachen und die Kapuze hochziehen, außerdem taten mir die Füße aufgrund der unebenen, steinigen Wege weh), weshalb ich mich dann zum Hafen schleppte, um auf die nächste Fähre zu warten. Diese wurde für rd. 20 Minuten später angezeigt.
Auch die Rückfahrt verlief äußerst ruhig und wieder auf dem Festland angekommen, war es so langsam Zeit für ein kleines Mittagessen. Also ResQ App gezückt und geschaut, was so im Angebot ist. Ich entschied mich für einen belegten Bagel für 2 € und begab mich zur nächsten Straßenbahnhaltestelle, um dort hin zu fahren.
Da ich an diesem Mittag ziemlich groggy war und eigentlich auch alles gesehen hatte, was ich sehen wollte, entschloss ich mich dazu, samt meinem Mahl zurück ins Hotel zu fahren und die Zeit bis zum Fußballspiel dort zu relaxen.
Da ich merkte, dass mir tatsächlich die Augen zu fallen, schaffte ich es gerade noch, mir einen Wecker zu stellen, damit ich die Abfahrt zum Stadion nicht verschlafe. Bin dann aber doch hochgesprungen, als dieser piepste und machte mich schnell fertig und auf den Weg, da ich nicht einschätzen konnte, wieviel von der restlichen Zeit (1 h 40 min) ich für die Anfahrt brauchen werde. Hektischer wurde ich dann auch noch, als mir auch die Tram überpünktlich vor der Nase weg fuhr und ich in die nächste Querstraße zu einer Bushaltestelle laufen musste.
Aber alle Hektik war Unsinn, ich kam locker rechtzeitig am Stadion an, wo gerade die griechischen Fans zum Stadion begleitet wurden. Dann steuerte ich erstmal zielstrebig die falsche Tribüne an und musste wieder raus, um den anderen Eingang zu nehmen.
Ab dann lief dann aber alles nach Plan, außer vielleicht für sie Helsinkianer (wie heißen die Einwohner von Helsinki denn eigentlich, außer Finnen?), die das recht unterhaltsame Spiel mit 3:2 verloren (nachdem sie zur HZ schon 1:0 geführt hatten).
Kurz vorm Abpfiff begab ich mich schon mal Richtung Ausgang, um dem allgemeinen Aufbruch zu entgehen. Während ich schon dort stand, bauten die Griechen aber noch ihre Führung zum 1:3 aus, wodurch erst recht weitere Finnen aufsprangen und zum Ausgang liefen. Dumm gelaufen, denn dadurch verpassten sie noch den Anschlusstreffer ihres Teams per Elfmeter zum 2:3.
Aber wie das bei einem gut organisierten ÖPNV-System und auch nur rd. 8.500 Zuschauern so ist, erfolgte die Abreise völlig ohne Gedränge.
Wieder im Hotel angekommen, verstaute ich schon mal die ersten Sachen im Koffer, denn morgen ging es ja wieder heimwärts.
TAG 6 / Abreise:
Der letzte Tag, der eigentlich nur aus 2 Stunden am Vormittag bestand, bevor es wieder zurück zum Flughafen ging.
Ich brachte mein Leergut von 2 Flaschen zum nächsten Supermarkt und lernte dort, dass man in Finnland Getränkeflaschen von Lidl auch nur bei Lidl abgeben kann, denn der Automat fraß meine leere Sprudelflasche, ohne mir meine 40 ct dafür gutzuschreiben.
Da ich nicht wusste, was ich in dieser kurzen Zeit anfangen soll, fuhr ich anschließend zum Senatsplatz, wo seit 2 Tagen ein internationaler Markt aufgebaut war. Und da der deutsche Stand mit einer großen Brezel dekoriert war, hoffte ich dort Proviant für den Rückflug zu finden.
Außerdem saß ich dort eine Zeit lang in der Sonne auf der großen Treppe vorm Dom und schaute dem morgendlichen Touristen-Treiben zu.
Nachdem mir Hintern und Rücken vom Sitzen auf den Stufen schmerzte, drehte ich meine Runde über den Markt und kaufte 2 große Brezel für je 5 € (eine mit Salz und eine mit Kürbiskernen), die auch wirklich gut schmeckten.
Anschließend spazierte ich zum Abschluss nochmal an den Hafen, wie ich ebenfalls die Szenerie noch auf mich wirken ließ.
Als ich auch dort nochmal alles gesehen hatte, machte ich mich ganz langsam auf den Weg zurück zum Hotel, um meinen Koffer abzuholen und die Innenstadt endgültig zu verlassen.
Vorm betreten des Bahnhofes buchte ich dann schnell noch ein Ergänzungsticket, da der Flughafen knapp in Zone C liegt, mein 5- Tagesticket aber nur für AB gültig war.
Da ich dann aus der Anzeigetafel nicht schlau wurde, weil gefühlt jeder Zug zum Flughafen fuhr, nur nicht zu den Zeiten, die mir die App anzeigte, war ich froh, als ich eine Mitarbeiterin entdeckte, die mir dann das Gleis für den nächsten Zug zum Flughafen nannte.
Unterwegs kam zwar irgendeine Durchsage, dass der Zug irgendwo nicht halte und man für den Airport umsteigen müsse, aber da die Endhaltestelle auf dem Display angezeigt wurde und das auch die war, zu der ich wollte, ließ ich es einfach mal drauf ankommen. Ich hatte ja ausreichend Zeit.
Es ging dann auch alles gut, ich kam genau dort an, wo ich wollte. Keine Ahnung, was das für eine Durchsage war.
Die Gepäckaufgabe erfolgte per Selbstbedienung, also wurde es eine Überraschung, ob ich mein Gepäck auch nach Frankfurt geschickt habe. ?
Bei der Security Control dann das Gegenteil, wie gewohnt wollte ich meinen elektronischen und flüssigen Krempel auspacken, aber es konnte alles in der Tasche bleiben, nichts musste ausgepackt werden. ?
Beim Flug gab es dann schon mal einen Vorgeschmack auf das, was mich bei der weiteren Heimreise erwartete: er hatte leichte Verspätung. Ansonsten verlief er wieder ziemlich ruhig und ich nickte stellenweise immer mal wieder ein.
Da ich es nicht einschätzen konnte, wie lange es bis zum Erhalt des Gepäcks dauern wird, hatte ich keine Rückfahrkarte gebucht und war somit recht flexibel.
Bei der Gepäckausgabe wurde eine zusätzliche Wartezeit von 15 min angezeigt, allerdings traf das nicht zu und es ging dann doch plötzlich schnell voran. An den Koffern erkannte ich, dass es derzeit wohl regnet, denn sie kamen ziemlich nass aufs Band. Und tatsächlich, als ich dann an die zum Glück überdachte Shuttle Bushaltestelle kam, regnete es draußen ziemlich heftig.
Bei der Wahl des Zuges entschied ich mich für die Regionalvariante, somit musste ich aufgrund des Deutschlandtickets keine zusätzliche Fahrkarte buchen. Angesichts der Verzögerungen und Meldungen, die mir bei ICE und IC Verbindungen angezeigt wurden, war ich mir dort auch nicht sicher, ob ich ohne Umsteigeprobleme (und Zugbindung) angekommen wäre. Bei den Regionalzügen wäre das egal gewesen.
Die S-Bahn, mit der ich von Frankfurt Flughafen nach Mainz-Kastel fuhr, hatte dann schon mal eine Viertelstunde Verspätung, da aber auch die Regionalbahn, mit der ich von dort nach Koblenz weiterfuhr, mit etlichen Minuten Verspätung („wegen verspäteter Zugübergabe“ – haben die nur einen? ?) angezeigt wurde, war das mit dem Anschluss schon mal kein Problem. Unnötig zu erwähnen, dass der Zug dann natürlich ziemlich voll war und ich erstmal keinen Sitzplatz fand.
Ich war also von 0 auf 100 wieder in Deutschland angekommen. Die Bahn machts möglich. ?
Fazit: Helsinki ist durchaus ein nettes Städtchen, allerdings haben mir die paar Tage auch gereicht. Es gab nicht mehr so viel, was ich mir vielleicht noch hätte ansehen wollen.
Wenn man sich schon in der Stadt mit dem nördlichsten U-Bahnsystem befindet, bietet es sich auch an, der weltweit am nördlichsten gelegenen U-Bahnstation einen Besuch abzustatten.
Da mich an diesem Morgen ein Sturm schon sehr frühzeitig geweckt hatte – immerhin ohne Regen, denn das Blechrohr klapperte nicht – war die Fahrt dorthin auch eine gute Gelegenheit, weder nass (falls es bis dahin doch geregnet hätte), noch vom Winde verweht zu werden.
Dort wars dann aber nicht so spektakulär, so dass ich nach einem kurzen Ausstieg und einem Foto mit der gleichen Bahn wieder zurück fuhr.
Danach war endlich mal eine Tour zu den Stadien an der Reihe.
Hätte ich mich am Sonntag bei der Anreise an mein Hotel nicht so verfranzt, hätte ich mir vielleicht das Spiel der HJK Damen gegen KuPs angesehen. Durch meine Odyssee wurde es leider zu spät.
An der Bolt-Arena angekommen, sah ich 2 TV Ü-Wagen davor stehen und witterte eine Chance, dadurch einen Blick ins Innere zu erhaschen. Aber das war gar nicht nötig, denn das Stadion ist sehr luftig umzäunt, so dass ich auch alleine eine Stelle fand, von wo aus ich hinein schauen konnte.
Da innen auch trainiert wurde, wurde ich neugierig und war einen Blick auf die HP: tatsächlich, für morgen stand ein European Conference League Spiel gegen PAOK auf dem Plan. Das würde ich mir mal noch überlegen müssen…
Leider begann es dann so langsam wieder zu regnen und ihr war froh, dass sich in direkter Nachbarschaft das Olympiastadion mit Museum und Tower befindet. Einigermaßen trocken kam ich im Museum an und da gerade ein Teil des Museums umgerüstet wird, musste ich für das Kombiticket (Museum und Tower) nur 13 €, statt 18 € bezahlen.
Das Museum zeigte einige Utensilien von erfolgreichen finnischen Sportlern aus der „schwarz-weiß-Zeit“ bis hin zu eSports.
Anschließend ging ich die die paar Meter bis zum Visitor Center, wo mich der Lift in die 11. Etage auf die Aussichtsplattform des Towers brachte. Ganz schön hoch das ganze und ich hielt mein Handy doppelt und dreifach fest, als ich die beiden Stadien und die Gegend von hier oben fotografierte.
Nachdem ich alles gesehen hatte und wieder runter ins Vistor Center fuhr, blieb ich dort noch eine Weile im Foyer sitzen, weil ich keine große Lust hatte, raus in den Regen zu gehen.
Außerdem gab es dort freies WLAN und eine Toilette, so dass es eine angenehme Pause war.
Ich fand heraus, dass ich mich zudem in der Nähe des Tram-Museums befand und da dessen Eintritt auch frei war, spazierte ich dort hin.
Es gab allerdings außer 6 alten Waggons nicht viel zu sehen.
Da ich wusste, dass sich das Sibelius-Denkmal hier ebenfalls in der Nähe befindet, war das meine nächste Station.
Vor gar nicht allzu langer Zeit muss auch ein weiterer FCK-Fan dort gewesen sein, denn an einer Straßenlampe klebte ein Betze Aufkleber, der noch gar nicht viel dem Wetter ausgesetzt schien.
![[Bild: schild.gif?w=38]](https://wakofu.files.wordpress.com/2023/09/schild.gif?w=38)
Als auch dieser Punkt abgehakt war, zückte ich die ResQ App um zu schauen, ob es in der näheren Umgebung evtl. ein interessantes Angebot gibt. Ich fand zwar etwas in der erweiterten Umgebung, da ich allerdings am Einkaufszentrum „Kampii“ aussteigen musste, entschied ich mich erstmal anders, denn als ich vorgestern dort war, eröffnete gerade ein Donut-Laden, bei dem es als Eröffnungsangebot 50% auf die Donuts gab. Da dies auch heute noch der Fall war, stellte ich mich in die Schlange und gönnte mir einen furchtbar süßen Hazelnut-Caramel-Donut. Jo, kann man machen, war mit einem aber auch gut.
Da sich hier auch ein Lidl befand, wollte ich grad mein Leergut abgeben und mir für abends im Hotel sowohl eine Cola, als auch ein Wasser, als auch ein alkoholfreies Bier mitnehmen.
Als ich mein Zeug über den Selfscanner gezogen habe, kam dann eine Vk auf mich zu und textete mich voll. Ich teilte ihr mit, dass ich nix verstehe, weil ich englisch spreche, worauf sie mir dann mitteilte, dass man an der Selfkasse keinen Alkohol kaufen darf. Auf meinen Einwand, dass es doch alkoholfrei sei (es stand sogar 0,0 auf der Dose), meinte sie, das auch nicht. Cola und Wasser könne ich kaufen, mit dem Bier müsse ich an die normale Kasse. Da ich keine Lust hatte, mich 2x anzustellen, gab ich ihr die Bierdose zurück und bezahlte den Rest.
Da ich dieses Mal noch während den Öffnungszeiten hier war, stattete ich der Holzkapelle gerade noch einen Besuch ab. Das ging aber ratzfatz, denn innen sieht sie so aus, wie man es sich von außen vorstellt. Ganz kahl und nur Holz.
Inzwischen hatte es wieder angefangen zu regnen, und da meine Jacke inzwischen innen (vom schwitzen) und außen (vom Regen) nass war, legte ich als nächstes erstmal wieder eine Pause im Hotel ein.
Dort angekommen, blendete mich die Sonne durchs Fenster; es war heute ein richtiges Aprilwetter.
Eine Stunde später – Mensch und Material waren wieder trocken – machte ich mich nochmal auf den Weg, um die Vorabendsonne noch bei einem Standrundgang zu genießen.
Dabei buchte ich mir auch über ResQ wieder ein Abendessen: für 3,25 € (Originalpreis weiß ich nicht) gab es heute ein mit Tomaten-Mozzarella belegtes Croissant.
Nachdem ich noch einige Meter absolviert hatte, ging es zum endgültigen Feierabend wieder zum Hotel zurück.
TAG 5:
Ich hatte mich dann doch entschieden, zum Fußballspiel zu gehen.
Da der Onlineshop nur auf finnisch war und ich zudem keine Lust hatte, mir dort ein Konto anzulegen, fuhr ich an diesem Morgen als erstes zum Stadion und kaufte mein Ticket dort (35 €).
Und dann stand ich vor einem Problem: eigentlich wollte ich heute als letzte Möglichkeit das schöne Wetter ausnutzen und zur Festung fahren. Allerdings ist diese nur per Fähre zu erreichen, was mich alleine schon vor ein Problem stellte, dann kam hinzu, dass es heute morgen arg windig war. Zwar nicht kalt, aber sämtliche Flaggen und Bäume waren gut in Bewegung.
Ich beobachte das Wasser und die Schiffe eine Zeit lang und entschied mich dann, es zu riskieren. Jetzt oder nie.
Also einen Reisekaugummi nachm anderen eingeworfen und los gings.
Es war dann auch nicht so schlimm wie befürchtet und nach ca. 15 Minuten standen auch die ersten Passagiere schon wieder auf, weil wir die Festungsinsel erreicht hatten.
Dort kann man sich zwar bestimmt den ganzen Tag aufhalten, ich war allerdings nach anderthalb Stunden fix und fertig (nassgeschwitzt, aber aufgrund des Windes musste ich die Jacke zumachen und die Kapuze hochziehen, außerdem taten mir die Füße aufgrund der unebenen, steinigen Wege weh), weshalb ich mich dann zum Hafen schleppte, um auf die nächste Fähre zu warten. Diese wurde für rd. 20 Minuten später angezeigt.
Auch die Rückfahrt verlief äußerst ruhig und wieder auf dem Festland angekommen, war es so langsam Zeit für ein kleines Mittagessen. Also ResQ App gezückt und geschaut, was so im Angebot ist. Ich entschied mich für einen belegten Bagel für 2 € und begab mich zur nächsten Straßenbahnhaltestelle, um dort hin zu fahren.
Da ich an diesem Mittag ziemlich groggy war und eigentlich auch alles gesehen hatte, was ich sehen wollte, entschloss ich mich dazu, samt meinem Mahl zurück ins Hotel zu fahren und die Zeit bis zum Fußballspiel dort zu relaxen.
Da ich merkte, dass mir tatsächlich die Augen zu fallen, schaffte ich es gerade noch, mir einen Wecker zu stellen, damit ich die Abfahrt zum Stadion nicht verschlafe. Bin dann aber doch hochgesprungen, als dieser piepste und machte mich schnell fertig und auf den Weg, da ich nicht einschätzen konnte, wieviel von der restlichen Zeit (1 h 40 min) ich für die Anfahrt brauchen werde. Hektischer wurde ich dann auch noch, als mir auch die Tram überpünktlich vor der Nase weg fuhr und ich in die nächste Querstraße zu einer Bushaltestelle laufen musste.
Aber alle Hektik war Unsinn, ich kam locker rechtzeitig am Stadion an, wo gerade die griechischen Fans zum Stadion begleitet wurden. Dann steuerte ich erstmal zielstrebig die falsche Tribüne an und musste wieder raus, um den anderen Eingang zu nehmen.
Ab dann lief dann aber alles nach Plan, außer vielleicht für sie Helsinkianer (wie heißen die Einwohner von Helsinki denn eigentlich, außer Finnen?), die das recht unterhaltsame Spiel mit 3:2 verloren (nachdem sie zur HZ schon 1:0 geführt hatten).
Kurz vorm Abpfiff begab ich mich schon mal Richtung Ausgang, um dem allgemeinen Aufbruch zu entgehen. Während ich schon dort stand, bauten die Griechen aber noch ihre Führung zum 1:3 aus, wodurch erst recht weitere Finnen aufsprangen und zum Ausgang liefen. Dumm gelaufen, denn dadurch verpassten sie noch den Anschlusstreffer ihres Teams per Elfmeter zum 2:3.
Aber wie das bei einem gut organisierten ÖPNV-System und auch nur rd. 8.500 Zuschauern so ist, erfolgte die Abreise völlig ohne Gedränge.
Wieder im Hotel angekommen, verstaute ich schon mal die ersten Sachen im Koffer, denn morgen ging es ja wieder heimwärts.
TAG 6 / Abreise:
Der letzte Tag, der eigentlich nur aus 2 Stunden am Vormittag bestand, bevor es wieder zurück zum Flughafen ging.
Ich brachte mein Leergut von 2 Flaschen zum nächsten Supermarkt und lernte dort, dass man in Finnland Getränkeflaschen von Lidl auch nur bei Lidl abgeben kann, denn der Automat fraß meine leere Sprudelflasche, ohne mir meine 40 ct dafür gutzuschreiben.
Da ich nicht wusste, was ich in dieser kurzen Zeit anfangen soll, fuhr ich anschließend zum Senatsplatz, wo seit 2 Tagen ein internationaler Markt aufgebaut war. Und da der deutsche Stand mit einer großen Brezel dekoriert war, hoffte ich dort Proviant für den Rückflug zu finden.
Außerdem saß ich dort eine Zeit lang in der Sonne auf der großen Treppe vorm Dom und schaute dem morgendlichen Touristen-Treiben zu.
Nachdem mir Hintern und Rücken vom Sitzen auf den Stufen schmerzte, drehte ich meine Runde über den Markt und kaufte 2 große Brezel für je 5 € (eine mit Salz und eine mit Kürbiskernen), die auch wirklich gut schmeckten.
Anschließend spazierte ich zum Abschluss nochmal an den Hafen, wie ich ebenfalls die Szenerie noch auf mich wirken ließ.
Als ich auch dort nochmal alles gesehen hatte, machte ich mich ganz langsam auf den Weg zurück zum Hotel, um meinen Koffer abzuholen und die Innenstadt endgültig zu verlassen.
Vorm betreten des Bahnhofes buchte ich dann schnell noch ein Ergänzungsticket, da der Flughafen knapp in Zone C liegt, mein 5- Tagesticket aber nur für AB gültig war.
Da ich dann aus der Anzeigetafel nicht schlau wurde, weil gefühlt jeder Zug zum Flughafen fuhr, nur nicht zu den Zeiten, die mir die App anzeigte, war ich froh, als ich eine Mitarbeiterin entdeckte, die mir dann das Gleis für den nächsten Zug zum Flughafen nannte.
Unterwegs kam zwar irgendeine Durchsage, dass der Zug irgendwo nicht halte und man für den Airport umsteigen müsse, aber da die Endhaltestelle auf dem Display angezeigt wurde und das auch die war, zu der ich wollte, ließ ich es einfach mal drauf ankommen. Ich hatte ja ausreichend Zeit.
Es ging dann auch alles gut, ich kam genau dort an, wo ich wollte. Keine Ahnung, was das für eine Durchsage war.
Die Gepäckaufgabe erfolgte per Selbstbedienung, also wurde es eine Überraschung, ob ich mein Gepäck auch nach Frankfurt geschickt habe. ?
Bei der Security Control dann das Gegenteil, wie gewohnt wollte ich meinen elektronischen und flüssigen Krempel auspacken, aber es konnte alles in der Tasche bleiben, nichts musste ausgepackt werden. ?
Beim Flug gab es dann schon mal einen Vorgeschmack auf das, was mich bei der weiteren Heimreise erwartete: er hatte leichte Verspätung. Ansonsten verlief er wieder ziemlich ruhig und ich nickte stellenweise immer mal wieder ein.
Da ich es nicht einschätzen konnte, wie lange es bis zum Erhalt des Gepäcks dauern wird, hatte ich keine Rückfahrkarte gebucht und war somit recht flexibel.
Bei der Gepäckausgabe wurde eine zusätzliche Wartezeit von 15 min angezeigt, allerdings traf das nicht zu und es ging dann doch plötzlich schnell voran. An den Koffern erkannte ich, dass es derzeit wohl regnet, denn sie kamen ziemlich nass aufs Band. Und tatsächlich, als ich dann an die zum Glück überdachte Shuttle Bushaltestelle kam, regnete es draußen ziemlich heftig.
Bei der Wahl des Zuges entschied ich mich für die Regionalvariante, somit musste ich aufgrund des Deutschlandtickets keine zusätzliche Fahrkarte buchen. Angesichts der Verzögerungen und Meldungen, die mir bei ICE und IC Verbindungen angezeigt wurden, war ich mir dort auch nicht sicher, ob ich ohne Umsteigeprobleme (und Zugbindung) angekommen wäre. Bei den Regionalzügen wäre das egal gewesen.
Die S-Bahn, mit der ich von Frankfurt Flughafen nach Mainz-Kastel fuhr, hatte dann schon mal eine Viertelstunde Verspätung, da aber auch die Regionalbahn, mit der ich von dort nach Koblenz weiterfuhr, mit etlichen Minuten Verspätung („wegen verspäteter Zugübergabe“ – haben die nur einen? ?) angezeigt wurde, war das mit dem Anschluss schon mal kein Problem. Unnötig zu erwähnen, dass der Zug dann natürlich ziemlich voll war und ich erstmal keinen Sitzplatz fand.
Ich war also von 0 auf 100 wieder in Deutschland angekommen. Die Bahn machts möglich. ?
Fazit: Helsinki ist durchaus ein nettes Städtchen, allerdings haben mir die paar Tage auch gereicht. Es gab nicht mehr so viel, was ich mir vielleicht noch hätte ansehen wollen.